Blume des Monats Dezember – Die Christrose

Erschienen am 19.12.2017 in Floristik
Blume des Monats Dezember – Die Christrose

Hauchzart, unschuldig und überaus legere – Die Christrose (Helleborus niger) erobert jeden Winter die Herzen von Deko-Fans. Als Königin der winterblühenden Stauden verblüfft sie mit großen, schneeweißen Blüten und verleiht jedem Interieur einen feenhaften Touch. In der Eventdekoration eignet sie sich besonders gut, um eine märchenhafte Winterhochzeit zu zaubern. Wie Ihr mit der Christrose am besten dekoriert und welche Legenden sich um das weihnachtliche Blühwunder ranken, erfahrt Ihr in unserem Beitrag.

Christrose – die Winterblume aus Südostasien

Während alle anderen Blumen im Winter ruhen, weil sie ohne warme Sonnenstrahlen nicht auskommen, blüht und gedeiht die Christrose – die übrigens auch Schneerose oder schwarzer Nieswurz genannt wird- mehr denn je. Schließlich ist schon allein ihr Name auf den Brauch zurückzuführen, eine Pflanze so zu kultivieren, dass sie wie auch unser Vorgänger aus dem letztem Monat zur Weihnachtszeit einsatzbereit ist.

Ursprünglich stammt die Blume aus Südostasien. Bei uns in Europa ist sie im Vergleich zu anderen Pflanzen eine Rarität. Sie wächst vor allem im mittel- und südeuropäischen Raum und bevorzugt die Kalkalpen sowie Wälder und Gebüsche. Es gibt die Theorie, dass die Pflanze bei uns in Europa erstmals vor etwa 20.000 Jahren nach der Eiszeit auftauchte. Damals wurde sie zunächst in Klostergärten gepflanzt, bevor sie in die Gärten von Bauern gelangte.

Grundsätzlich blühen die Blüten in schneeweißer Farbe und geben im seltenen Fall einen dezenten rosa Stich ab. Wer es also gerne etwas farbintensiver hätte, sollte eher zu der sehr ähnlichen Lenzrose greifen, die farblich deutlich mehr hergibt.

Die Legenden um die Christrose

Vermutlich gibt es kaum eine andere Blume um die sich so viele Legenden ranken wie um die Christrose. Nicht nur das Christentum bezieht sich auf ihre Entdeckung, sondern auch die griechische Mythologie. Laut einer griechischen Sage, stellte ein Hirte eines Tages fest, dass die Blume über heilende Kräfte verfügte und gegen geistliche Erkrankungen eingesetzt werden konnte. So rettete er das Leben des Meeresgottes Töchter, die wahnsinnig geworden waren. Dagegen ist die Legende der Christen noch ein Ticken romantischer. Diese besagt, dass ein Hirte, der auf dem Weg nach Bethlehem war, so bitter weinte, weil er kein Geschenk mit bei hatte, dass aus dem Boden wundervolle Blüten sprossen als seine Tränen diesen berührten. Voller Freude überbrachte er dem Jesuskind sein Geschenk-die Christrose.

Christrose Weihnachten

Pflegetipps für die Christrose

Die Christrose ist super pflegeleicht und für ihre Langlebigkeit bekannt. „Sie ist hart im Nehmen und muss lediglich am richtigen Platz untergebracht werden“, verrät unsere Blumen-Expertin Iwona. Ansonsten ist sie wie die winterlichen Chrysanthemen Arten kälteresistent, verträgt eine Menge Feuchtigkeit und übersteht sogar die Trockenzeit. Wichtig ist nur darauf zu achten, dass sie keiner Staunässe ausgesetzt wird. Grundsätzlich bevorzugt sie kalkhaltige, lehmartige und nässedurchlässige Böden. Berücksichtigt diesen Aspekt, wenn ihr einen passenden Platz in Eurem Garten wählt und ihr könnt sicher sein, dass die Christrose in voller Pracht blühen wird. Ebenso könnt ihr sie für einen gewissen Zeitraum zuhause als Topfpflanze halten. Allerdings sollte sie dann nicht all zu lange trockener Luft ausgesetzt und zeitnah im Garten angelegt werden.

Iwonas Deko-Tipp: Christrose im flauschigen Moos-Pelz

Wir haben uns mit Floristin und Design-Expertin Iwona über die diesjährigen Weihnachtsdeko-Trends unterhalten und Spannendes herausgefunden. „Glitzer, bunte Farben und extravaganten Schnickschnack haben die Leute langsam satt. Weniger ist schließlich mehr. Viele streben in unserer immer hektischer werdenden Welt nach Ruhe und Behaglichkeit und entwickeln immer mehr ein Faible für puristische, naturverbundene Designs. Diese Feststellung machen wir auch vermehrt im Eventdesign“ verriet sie uns. Aus diesem Grund empfiehlt sie ein weihnachtliches Deko-Set, das aussieht als käme es frisch aus dem Wald. An der Stelle kommt das flauschige Moos ins Spiel. Dieses gibt nicht nur optisch was her, sondern lässt sich in nur 3 Schritten vorbereiten.

christrose moos

Schritt 1: Setzt Eure Christrose in einen Blumentopf und findet ein dazu passendes Moospolster. Ob Ihr zu einem runden oder quadratischen Topf greift, hängt von Eurer persönlichen Vorliebe ab.

Schritt 2: Wickelt das Moost Polster um den Topf und drückt die abstehenden Überreste in die Erde rein. Umwickelt das Ganze mehrmals mit einer dicken Schnur.

Schritt 3: Platziert das Set auf dem Tisch, einer Kommode oder einem anderen passenden Ort. Ergänzt es auf Wunsch noch mit weiteren Deko-Elementen wie etwa einem Tannenzapfen.

Wusstet Ihr schon, dass…

…aus der Christrose, die auch Nieswurz genannt wird, früher Niespulver und Schnupftabak hergestellt wurde
…sie am richtigen Standort mehr als 30 Jahre leben kann
…sie als allgemein gängiges Symbol für die Erlösung von der Angst steht

Was haltet Ihr von naturverbundenen Adventsdesigns und habt Ihr zuvor schon einmal mit Christrosen dekoriert? Wir freuen uns über Euren Kommentar unter diesem Beitrag!



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